– MYOP- make your own product

Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, speziell Herr Dr. Nikolai Neufert, hat die Möglichkeiten und die Zukunftsfähigkeit der 3D-Druck-Technologie frühzeitig erkannt und versucht diese über das „eEducation Berlin Masterplanprojekt  MYOP- make your own product“ in die Schule zu bringen. Der Einsatz von 3D-Druckern kann in den verschiedensten Fachbereichen eingesetzt werden. Nicht nur in WAT oder IT-Fächern kann die neue Technologie die Schüler motivieren. Gesellschaftlich wird der 3D-Druck eine kleine Revolution auslösen. Auch im Bereich der Kunst sehe ich Anwendungsmöglichkeiten, ebenso in den Naturwissenschaften. Man kann die Schülerinnen und Schülern mit einfachen Mitteln für die beteiligten Berufsfelder interessieren und vielleicht die „Schwellenangst“ bei der Berufswahl senken.

Die Bildungssenatorin Sandra Scheeres steht dem Projekt aufgeschlossen gegenüber und formuliert ihre Gedanken in einer Pressemitteilung vom 07.01.2014

Im Rahmen der Pilotierung des „eEducation Berlin Masterplanprojektes  MYOP- make your own product“ erhielten die Julius-Leber-Schule (Reinickendorf) und die Hemingway-Schule (Mitte) Ende 2013 einen 3D-Drucker mit Verbrauchsmaterial und einen 3D-Scanner. Nach Erkundung und Einrichtung des neuen Gerätes wird jetzt der erste Unterrichteinsatz geplant und umgesetzt.

Aufgrund der folgenden Pressemitteilung ist der Zuspruch für die Pilotierung des Projektes sehr groß. Deshalb ist davon auszugehen, dass bei erfolgreicher Pilotierung das Projekt ausgeschrieben wird und interessierte Schulen daraufhin teilnehmen können.

3D-Drucker für Berliner Schulen – Make Your Own Product – neues Projekt des „eEducation Berlin Masterplan“

Pressemitteilung
Berlin, den 07.01.2014

Zwei Berliner Schulen, die Hemingway-Sekundarschule in Mitte und die Julius-Leber-Sekundarschule in Reinickendorf, sowie das Medienkompetenzzentrum „Meredo“ erhalten von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft jeweils einen 3D-Drucker und Scanner, mit denen Produkte bis zu einer Größe von 28,5 x 15,3 x 15,5 cm (Diagonale 32,4 cm) hergestellt werden können. Die Senatsbildungsverwaltung investiert in das Projekt 16.000 €, das als Pilot aktuell gestartet ist. Sobald die Pilotierung abgeschlossen ist – voraussichtlich im April/Mai 2014 – werden weitere Schulen zur Teilnahme eingeladen.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres: „Die meisten Produkte, die wir mit Hilfe des Computers erstellen wie Texte, Grafiken, Bilder, Filme, sind nicht konkret greifbar. Die Verbindung zwischen einem ersten digitalen Entwurf und einem dreidimensionalen fertigen Produkt lässt sich durch die neue Technik der digitalen Fabrikation erfahren. Schülerinnen und Schüler lernen dabei die informationstechnologischen, physikalischen und chemischen Prozesse kennen, die in den verschiedenen Herstellungsstufen stattfinden.“

Das Projekt ergänzt mit seiner pragmatischen Ausrichtung die bereits vorhandenen Medienprojekte, mit deren Hilfe seit 2005/2006 der „eEducation Berlin Masterplan“ erfolgreich umgesetzt wird. Die Schulen können entscheiden, in welchem unterrichtlichen Kontext das Projekt durchgeführt wird. Wichtig ist dabei im Unterricht deutlich zu machen, dass derartige Neuerungen in der Produktionswelt auch gesellschaftliche Veränderungen nach sich ziehen, wenn – wie hier – auch komplexe Produktionsprozesse mithilfe von Computern und geeigneter Peripherie zunehmend individualisiert werden können.
Je nach Druckertyp werden unterschiedliche thermoplastische Materialien für den 3D-Druck verwendet. Die drei Maschinen können Spulen aus Biokunststoff und Polymilchsäure verarbeiten, eine Maschine kann zusätzlich Spulen aus Acrylonitril-Butadien-Styrol als Druckmaterial verwenden.

Grundlage für das neue Projekt ist der „eEducation Berlin Masterplan“, das zentrale Berliner Konzept zur Ausbreitung der informationstechnischen Bildung und Unterstützung der Entwicklung von Medienkompetenz bei Lehrenden und Lernenden.

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